Geschichte des Brendlhofs – Ein Auszug

1496 Meierhof „unter dem Hausperg“ später „Spangstein
Mairhof“ der Herrschaft Schwanberg. (Meierhof wird ein Bauerngehöft benannt, in dem einmal der Verwalter – der Meier – eines adligen oder geistlichen Gutshofes gelebt hat.)

1570 Der Protestant Wilhelm Galler erwirbt den „Mairhof Spangstein“. Eine Kapelle wird errichtet und ein Friedhof angelegt.

1600 Am Lichtmeßtag wurden auf Geheiß der Reformationskommission, welche die Aufgabe hatte die Bevölkerung wieder katholisch zu machen, die evangelische Kirche und der der Friedhof zerstört.

1628 Im Zuge der Rekatholisierung genossen die Adeligen noch das Privileg, ihren evangelischen Glauben im engsten Familienkreis auszuüben. In der Übergangsperiode von etwa 1600 bis 1629 dürfte auch die Stuckdecke im Nordtrakt des Prentlhofes entstanden sein. Man vermutet, dass sich die protestantischen Schlossbesitzer in dem, inmitten des zerstörten evangelischen Friedhofes stehenden Meierhofs, einen Gottesdienstraum eingerichtet haben.

 

 
 
1629 Auswanderung der Galler. Der „Weingart, die Höll, gleich unterm Schloß“ geht an Sigmund Grafen von Wagensberg.
1724 Wurde der Hof zum ersten Mal „Prentlhof“ genannt (Besitzer: Franz Gordan, Schulmeister und Marktschreiber)
Weiterer Besitzer:
1823 Johann Leitinger, Josef Gosch
1902 Heinrich Bodiselitsch
1958 Anna Sonnleitner (geb. Bodiselitsch)
1972 Erwin Bodiselitsch
2010 Reinhold Prattes